Veilbronn, Binghöhle, Hummerstein, Veilbronn

Streckenlänge: 14,8 km Ι
Anstieg: 863 m Ι
Anforderungen: mäßig anstrengend Ι
GPS Track (gpx-Format, rechte Maustaste, speichern unter…)  GPS Track Velbronn
Highlights Leidingshofer Tal, Binghöhle, Hummerstein

Diese Wanderung starte ich, indem ich mit dem Auto und fahre via B470 und St2187 die gut 18 km lange Strecke von Leutenbach nach Veilbronn im Leinleitertal. Hier gibt es einen ausgezeichneten Parkplatz für Wanderer am südlichen Ortseingang.

Veilbronn ist sehr überschaubar und recht hübsch, attraktiv vor allem für jene, die fränkische Genüsse in hiesigen Gasthäusern erleben möchten. Laut Wikipedia leben hier 74 Einwohner.

Der Bamberger Privatgelehrte Joseph Heller schildert Veilbronn in seiner Beschreibung des Muggendorfer Gebirges im Jahr 1829 folgendermaßen:

„Veilbrunn, Bambergisch, Protestantisch, liegt an der Leinleiter sehr romantisch zwischen Felsen im Landgericht Ebermannstadt und gehört zum Teil zum Seckendorffischen Patrimonialgericht Unterleinleiter.

Der Ort hat 12 Häuser 70 Einwohner, ein Schenkhaus, eine Baumwollspinnerei, welche sich im Schlosse befindet und durch eine Maschine getrieben wird und eine Mahlmühle. Der Ort gehörte bis 1. 5. 30 den v. Künsfeld, das Schloß wurde 1525 im Bauernkriege zerstört, aber bald darauf wieder hergestellt. Nachher kamen die Besitzungen an die Edlen v. Streitberg, welche mit Hans Wilhelm 1690 erloschen“ (Quelle: Wikipedia). Ein richtiges Bauerndorf war Veilbronn nie. Die Einwohner lebten schon sehr früh vom Tourismus. Mit 2 Hotels und vielen Ferienwohnungen ist es ein lupenreines Tourismuszentrum.

Nebenbei bemerkt: Die Brauereien- und Bierkellertour, eine etwa 200 km lange Radstrecke, führt durch Veilbronn.

Mir fällt zuerst das hoch über dem Ort thronende Naturfreundehaus auf. Auf dieses Haus zusteuernd bewege ich mich zunächst einmal durch den Ort hindurch, halte mich direkt unterhalb nach rechts und folge dann dem Wegweiser „Leidingshofer Tal“. Dieses Tal, ein Nebental des Leinleitertals, ist ein ausgewiesenes Naturschutzgebiet. Entsprechend sollte man sich verhalten.

Die Wege sind schmal und folgen dem Bachlauf. Hier ist es wunderschön, feucht, romantisch, und ab und an kreuzt ein Feuersalamander den Weg.

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Von weit her hört man dann ein regelmäßiges Klopfen. Da scheint jemand eine Pauke zu spielen. Ein unfähiger Paukist. Mehr als einen Schlag pro Minute bekommt er wohl nicht hin. Bald stellt sich aber heraus, dass der Paukist in Wahrheit ein hydraulischer Widder ist, der laut Infotafel bis 1969 den Ort Leidingshof mit Wasser versorgte.

Ein Stück weit führt mich der Weg (Markierung: Frankenweg) durch hübschen Wald. Mit dem Ende des Waldes verlasse ich auch den Frankenweg, dem ich heute aber nochmal über den Weg laufen werde. Auf detaillierte Wegbeschreibungen verzichte ich ja in allen vorgestellten Touren, schließlich zielt diese Seite darauf ab, dass der Wanderer dem aufgezeichneten GPS-Track folgt. Wer das nicht tut, benötigt eine gute Wanderkarte. Und sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass die nächste Teilstrecke keinem Wanderzeichen folgt. Man kann aber nicht viel falsch machen. Auf bequemen Wegen umgehe ich Störnhof, dass immer im Blick bleibt. Danach geht es, teils durch Wald, teils durch offeneres Gelände, in Richtung Streitberg mit der Streitburg und dem Blick auf der gegenüberliegenden Talseite residierenden Ruine Neideck. Ich betrete den Ort aber nicht, sondern biege beim Parkplatz ab auf den Weg, der zur Binghöhle führt. Und das ist und bleibt ein prachtvoller Weg.

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Selbstverständlich sollte man die Binghöhle gesehen haben. Ich hatte leider Pech mit einem sehr lustlosen Führer, der meine Frau und mich (Kleingruppenzuschlag) ganz und gar unmotiviert durch die Höhle trieb. Ich weiß aber, dass dies nun wirklich kein Regelfall ist.

Hinter der Höhle geht der Weg hinauf. Ich steuere jetzt den Hummerstein an. Ein fantastischer Aussichtspunkt. Ein willkommener Rahmen für Fotos vieler Art.

 

Danach geht es ganz bequem durch überwiegend waldiges Gebiet. Bis ich hoch gelegene Ausläufer von Unterleinleiter erreiche. Hier gibt es jetzt zwei Möglichkeiten: Man folgt weiterhin dem aufgezeichneten Track, bleibt oben auf dem Höhenzug und steigt erst kurz vor dem Ort nach Veilbronn hinab, oder aber man wendet sich bereits hier dem abwärts führenden Sträßchen zu und steigt hinab ins Leinleitertal. Unten gibt es dann einen sehr bequemen Weg, der zugleich auch der Radweg durchs Tal ist, mit schönen Bänken, auf denen man sich noch etwas ausruhen kann, bevor man zurück auf den Parkplatz in Veilbronn geleitet wird.

 

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